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Agentur für Kommunikation mit Geist, Witz und Salomo

März 26, 2008

Bannerwerbung stärker als Werbung im Radio

Laut Daten der TNS Media Intelligence hat im Jahr 2007 die Bannerwerbung das Radio als Werbemedium überholt. Allerdings betrifft das vorerst nur die USA. Hier wurden 7,6 Prozent der Werbegelder für Online-Banner ausgegeben. Dabei wurde Suchmaschinenwerbung nicht dazu gezählt.

Im Blog “Beobachtungen zur Medienkonvergenz” rechnet sich Andreas Göldi aus, dass Online-Werbung wohl auch die Zeitungswerbung überholen wird:

“Da Bannerwerbung nur etwa gut einen Drittel des gesamten Online-Kuchens ausmacht, heisst das wohl auch, dass der gesamte Online-Bereich inklusive Suchmaschinen-, E-Mail- und Affiliate-Marketing sowie Online-Kleinanzeigen inzwischen gerade dran ist, auch die Zeitungswerbung (17.7% in den USA) zu überholen.”

Auch wenn es in Europa momentan noch anders aussieht, so wird es auch hier über kurz oder lang zu ähnlichen Studienergebnissen kommen. Zwar gerät die Online-Werbung immer häufiger unter Kritik – vor allem was die Effektivität betrifft – doch wenn sich Unternehmen den Anforderungen des Internets stellen und ihre Möglichkeiten auch über die klassische Bannerwerbung hinweg nutzen, bestehen gute Chancen.

Gerade was die Werbewirksamkeit angeht, sind Unternehmen sehr anspruchsvoll. Sinkende Click-Through-Raten lassen manche mehr und mehr am Internet als Werbemedium zweifeln. Doch gerade hier fehlt das Bewusstsein für die Möglichkeiten des Internets.

Das Brand Science Institute befragte mehr als 1.700 internationale Marketing-Spezialisten zur zukünftigen Entwicklung des Online-Marketings (für 2008). Die Befragung ergab, dass statische WErbung immer teurer und ineffektiver sei – und das gerade daher, Online-Werbung einen stärkeren Mehrwert schaffen müsse. Ein wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation im Internet sei der reale Dialog mit den Konsumenten und Banneranzeigen müssten stärker durch redaktionelle und Echtzeit-Markeninhalte verdrängt werden. (via: digital:next)

Fazit: Nicht das Internet selbst ist ein schlechtes Werbemedium – sondern die Möglichkeiten werden noch nicht ausreichend ausgeschöpft.

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