Blog der unique relations GmbH

Agentur für Kommunikation mit Geist, Witz und Salomo

März 27, 2008

Kinder erobern das Internet

Vor kurzem habe ich hier schon darüber geschrieben, dass die 16- bis 24-jährigen Internetnutzer 10 Prozent häufiger auf das Netz zugreifen als sie fernsehen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Institute for Public Policy Research (ippr).

Demnach sind Kinder länger online als bisher angenommen – und zwar dreimal so viel: Rund 20 Stunden die Woche verbringen die 13 bis 18jährigen im Internet. Damit zeigt auch diese Studie, dass das Internet bei den Jugendlichen bereits den Platz des Fernsehens eingenommen hat.

Vier von fünf Kindern zwischen fünf und fünfzehn Jahren haben laut ippr zu Hause Zugang zum Internet. Zwei von fünf (40 Prozent) der 8 bis 11jährigen und über zwei Drittel (71 Prozent) der 12 bis 15jährigen sagen, dass sie das Internet meist unbeaufsichtigt nutzen. Die meiste Zeit verbringen die Kinder und Jugendlichen auf Social-Networking-Sites wie Bebo, Myspace und Facebook oder auf dem Video-Portal YouTube.

Wenn Kinder also die halbe Nacht vor dem Computer verbringen, wundert es auch nicht, dass 57 Prozent von ihnen angibt, bereits in Kontakt mit pornographischen Inhalten gekommen zu sein – meist in Form von Pop-ups.

Abgesehen von den Gefahren, die das Internet vor allem für Kinder mit sich bringt, zeigt die Studie ganz deutlich, dass das Internet immer mehr an Bedeutung gewinnt – und dieser Trend wird sich bei den kommenden Generationen sicher noch verstärken. Dementsprechend werden/könnten sich auch die Angebote im Web verstärkt in die Richtung der jüngeren Zielgruppe bewegen. Wir können also gespannt sein, wann es den ersten virtuellen Sandkasten für Kinder im Internet gibt. Und vielleicht wird es dann auch mal Zeiten geben, in denen nicht mehr eine so hohe Anzahl von Nutzern Probleme bei der Google-Suche hat :D

1 Comment(s)

  1. Mario | Mrz 27, 2008 | Reply

    hier zeigt sich doch deutlich ein Trend: Den TV wird es wohl in 20-30 Jahren nicht mehr geben, dafür aber ein Multivisuelles PCchen für alles

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