Blog der unique relations GmbH

Agentur für Kommunikation mit Geist, Witz und Salomo

April 7, 2009

Der Leser, der nicht liest – und wie Sie ihn trotzdem kriegen

Bitte nicht erschrecken: Der typische Leser liest gar nicht – auch nicht Ihre Texte. Hier das Geständnis eines solchen Lesers:

„[…] Je mehr Papier man bekommt, desto weniger vermag man es zu lesen. Am Anfang habe ich alle Papiere noch durchgeblättert. Dann legte ich aus Respekt vor den Verfassern nur noch die Hand auf und zählte bis zwanzig, dann nur noch bis fünf, und schließlich habe ich manches bloß noch abgezeichnet. Hätte ich alles, was mir auf meinen Schreibtisch gelegt worden ist, gelesen, wäre ich im Jahre 1996 mit Aufarbeitung der Papiere von 1986 beschäftigt gewesen. Das hätte mich in den Wahnsinn getrieben.“

Der Übeltäter oder besser “Übelleser” ist in diesem Fall der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel. Das Zitat stammt aus seinem Buch “Holzwege zur Wirklichkeit, Meine derzeitige Weltsicht”, 3.Auflage, Stuttgart / Leipzig 2005.

Das Schlimme: Oberbürgermeister sind die nicht die einzigen Nicht-Leser. Daher müssen Sie alles daransetzen, Ihre Nicht-Leser zum Lesen zu bringen. Hier drei Tipps:

1) Nutzen in die Überschrift!
Damit sprechen Sie den Egoismus des Nicht-Lesers an. Damit steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass er zum Leser wird.

2) kurz!
Sie wissen, warum.

3) Zwischenüberschriften!
Die meisten Nicht-Leser sind zum Glück Scanner, d.h. sie überfliegen den Text. Auch wenn es weh tut: Erleichtern Sie das Überfliegen Ihres Textes. Und wenn Sie Glück haben, bleibt der Nicht-Leser bei einer Zwischenüberschrift hängen – und liest doch tatsächlich weiter!

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  1. Mrz 4, 2010: “Sie” (Zauberwort 1) : Blog der unique relations GmbH

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