Blog der unique relations GmbH

Agentur für Kommunikation mit Geist, Witz und Salomo

Archive for the 'Leserliebe' Category

März 4, 2010

“Sie” (Zauberwort 1)

“Sesam, öffne Dich!” Mit diesem Zauberwort schloss Ali Baba das Felsentor der Schatzkammer auf. Auch Sie können mit einem Zauberwort ein Felsentor aufschließen – das Felsentor des vielbeschäftigten Lesers.
Zum Glück stehen Ihnen sogar mehrere Zauberworte zur Verfügung! In einer kleinen Serie stelle ich sie Ihnen vor.  Los geht’s mit dem ersten Zauberwort: “Sie”.
Wissen Sie, worüber [...]

April 7, 2009

Die persönliche Grußformel als Markenzeichen (Epikur 2)

Besucher meiner Seminare wissen, dass ich sämtliche Floskeln und Formeln in Briefen hasse – weil Leser sie hassen. D.h.: Schreiben Sie so persönlich, individuell und einmalig wie möglich. Ihr Leser weiß das zu schätzen!
Heute will ich Ihnen eine Ausnahme von der Regel vorschlagen, und zwar eine zu Ihnen passende Grußformel. Auf die Idee hat mich [...]

März 12, 2009

Der Konjunktiv der Höflichkeit und warum man ihn beim Schreiben besser vermeidet

Meine Bäckerin verwendet oft den Konjunktiv II. Damit will sie besonders höflich sein – und das funktioniert auch. Wenn Sie Ihre Brötchen allerdings mit dem Schreiben verdienen, sollten Sie auf den Konjunktiv der Höflichkeit lieber verzichten. Denn er wirkt unverbindlich, umständlich und undynamisch.
An anderer Stelle wurde bereits erläutert, dass der Konjunktiv II in der Regel [...]

Februar 8, 2009

Deutlichkeit reicht! (Epikur 1)

Worauf legt der Leser eines Textes am meisten Wert? Die Antwort des Philosophen Epikur (341-271 v. Chr.) ist deutlich: Deutlichkeit!
“Für Deutlichkeit war er [= Epikur] dermaßen eingenommen, daß er auch in seiner Schrift über Rhetorik es für angemessen hält, keine andere Anforderung zu stellen als die der Deutlichkeit.”
(Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen, Übersetzung [...]

Januar 27, 2009

Nutzen! Jetzt! Sofort! Was Leser von Ihrem Blog erwarten

“Schreiben Sie doch mal einen Blog-Beitrag”, hatte mir der Chef im Vorbeigehen gesagt. Nichts leichter als das, dachte ich und machte mich ans Werk. Als ich fertig war, erfolgte die Ernüchterung: Gattung verfehlt, thematisch verfranzt und die Regeln der Kommunikation missachtet. Blog-Schreiben kann jeder? Von wegen!

Also, Besserung geloben und zurück zu den Grundfragen des Bloggens:

Warum [...]

Juli 11, 2008

Überarbeiten! Und nochmals überarbeiten! Oder warum Kishon seine Bücher mit Bleistiften schrieb

lang, lang ist es her: Sie haben an einem meiner Seminare teilgenommen – und den Newsletter abonniert. Hier ist nun die erste Ausgabe – mit Ephraim Kishon als würdigem Einstieg.

Einige Seminarteilnehmer erwarten von mir eine Zauberformel: die Formel, wie man schnell gute Texte schreibt. Diese Formel gibt es nicht!

Die Regel ist: Schreiben ist Arbeit. Ein Text wird in der Regel erst gut, wenn Sie ihn überarbeiten. Ephraim Kishon schreibt:

Juni 30, 2008

Lehmann: “Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers”

Soeben das EM-Endspiel verloren – und dann die Fragen von ARD-Moderatorin Monica Lierhaus nach den Ursachen!
In seiner Antwort verwendete DfB-Torhüter Jens Lehmann zweimal den Satz: “Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.”
Das stimmt, aber nur zur Hälfte. Denn dieser Satz gilt nicht für den Konjunktiv I, sondern nur für den Konjunktiv II.
Konjunktiv I: für die [...]

Juni 28, 2008

Methaphern statt Zahlen: Ein Unternehmensberater spricht Klartext (2)

Ex-Boston-Consulting Chef Bolko von Oetinger gilt als “Anti-Typ der Beraterszene” (Handelsblatt). Für seine Sprache heißt das: Man versteht ihn!
So zeichnet sich von Oetinger laut Handelsblatt vom 13. Juni 2008 durch seine Metaphern und Vergleiche aus:
“Mit Metaphern versucht er, Unternehmer und Manager aus gewohnten Denkmustern zu reißen. Goethes Italienreise etwa, das ist für ihn der Aufruf [...]

Juni 14, 2008

Keine Substantivierungen: Ein Unternehmensberater spricht Klartext (1)

lang, lang ist es her: Sie haben an einem meiner Seminare teilgenommen – und den Newsletter abonniert. Hier ist nun die erste Ausgabe.

Ich schimpfe gerne auf Unternehmensberater, weil sie oft kompliziert schreiben und sprechen. Aber zum Glück gibt es auch Gegenbeispiele.

Juni 10, 2008

Der Leser: egoistisch, ungeduldig und faul

Traurig, aber wahr: Der Leser ist leider nicht so interessiert an uns und unseren Anliegen, wie wir es als Schreiber (einer Mail, eines Konzeptes u.a.) gerne hätten.
Woher wissen wir das? Weil wir selbst Leser sind – und daher wissen, wie der Leser tickt. In meinen Seminaren mache ich zur Zeit daher eine Umfrage zum “Psychogramm [...]