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	<title>Blog der unique relations GmbH &#187; indirekte Rede</title>
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	<description>Agentur für Kommunikation mit Geist, Witz und Salomo</description>
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		<title>Lehmann: &#8220;Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 16:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Lengen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leserliebe]]></category>
		<category><![CDATA[indirekte Rede]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Soeben das EM-Endspiel verloren &#8211; und dann die Fragen von ARD-Moderatorin Monica Lierhaus nach den Ursachen!
In seiner Antwort verwendete DfB-Torhüter Jens Lehmann zweimal den Satz: &#8220;Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.&#8221;
Das stimmt, aber nur zur Hälfte. Denn dieser Satz gilt nicht für den Konjunktiv I, sondern nur für den Konjunktiv II.
Konjunktiv I: für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben das EM-Endspiel verloren &#8211; und dann die Fragen von ARD-Moderatorin Monica Lierhaus nach den Ursachen!</p>
<p>In seiner Antwort verwendete DfB-Torhüter Jens Lehmann zweimal den Satz: &#8220;Der Konjunktiv ist der Feind des Verlierers.&#8221;</p>
<p>Das stimmt, aber nur zur Hälfte. Denn dieser Satz gilt nicht für den Konjunktiv I, sondern nur für den Konjunktiv II.</p>
<p><strong>Konjunktiv I: für die indirekte Rede </strong></p>
<p>Der Konjunktiv I wird hauptsächlich in der indirekten Rede verwendet.</p>
<p>Wenn es also heißt: &#8220;Lahm <em>habe </em>Torres den Ball abgenommmen und damit das 0:1 verhindert&#8221; &#8211; dann drücke ich damit aus, dass <em>eine andere Person das sagt</em>. Das, was behauptet wird, muss nicht stimmen, kann aber stimmen. Meistens trifft letzeres zu.</p>
<p>In unserem Fall: &#8220;Günther Netzer sagte im Gespräch mit Gerhard Delling, Lahm habe Torres den Ball abgenommmen und damit das o:1 verhindert.&#8221; Hier zitiere ich ein mögliches Kompliment von Netzer für Lahm.</p>
<p>Dadurch, dass ich den Konjunktiv I verwende, sage ich nur, dass nicht ich das sage, sondern Netzer das gesagt hat &#8211; und zunächst gibt es keinen Grund, die Wahrheit dieser Aussage zu bezweifeln.</p>
<p>Beispiele für den Konjunktiv I: &#8220;sei&#8221;, &#8220;habe&#8221;, &#8220;sehe&#8221;, &#8220;gehe&#8221;, &#8220;komme&#8221;</p>
<p><strong>Konjunktiv II:  für das nicht-Wirkliche </strong></p>
<p>Der Konjunktiv II ist der so genannte Irrealis (= nicht-Wirklichkeit) und damit Lehmanns Konjunktiv!</p>
<p>Wenn es also heißt: &#8220;Lahm <em>hätte </em>Torres den Ball abgenommmen und damit das 0:1 verhindert&#8221; &#8211; dann drücke ich damit aus, dass das Gesagte <em>nicht </em>zutrifft. Der Konjunktiv II steht vor allem in Bedingungssätzen.</p>
<p>In unserem Fall: &#8220;Lahm <em>hätte </em>Torres den Ball abgenommmen und damit das 0:1 verhindert, wenn er energischer gesprintet wäre und sich besser mit Lehmann abgestimmt hätte.&#8221; Hat er aber nicht! Und darum ist der Konjunktiv II der Feind des Verlierers.</p>
<p>Beispiele für den Konjunktiv II: &#8220;wäre&#8221;, &#8220;hätte&#8221; &#8220;sähe&#8221;, &#8220;ginge&#8221;, &#8220;käme&#8221;</p>
<p><strong>Indikativ: für die Wirklichkeit </strong></p>
<p>Mit dem Indikativ drücke ich aus, dass etwas wirklich passiert (ist). In unserem Fall (leider!): &#8220;Torres war schneller als Lahm und hob den Ball über Lehmann hinweg zum 1:0 ins Tor.&#8221; An einer Aussage im Indikativ gibt es nichts zu deuteln &#8211; passiert ist passiert!</p>
<p>Lehmann hätte auch sagen können (hat er aber nicht, hier wieder der Konjunktiv II für den Irrealis!): &#8220;Der Indikativ ist der Freund des Siegers.&#8221;</p>
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